Der urbane Raum ist von jeher Ort ästhetischer Auseinandersetzungen von Künstlerinnen und Künstlern. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts und der enormen Entwicklung der europäischen Hauptstädte hat die Beschäftigung mit dem Thema „Stadt“ nie nachgelassen und ist heute in der globalisierten Welt verstärkt akut. Gerade Berlin ist Schmelztiegel der unterschiedlichsten Einflüsse und Entwicklungen.

 



War vor Jahren noch die Landflucht vor allem von Intellektuellen ein weit verbreitetes Phänomen, so ist seit einigen Jahren die Rückkehr oder die bewusste Ansiedlung im städtischen Umfeld vor allem von jüngeren Menschen zu beobachten. Stadtleben ist Lifestyle, ist hipp, geil, jung und dynamisch. Vor allem in Berlin, das den Ruf genießt, die tollste Stadt der Welt zu sein. Berlin ist die Stadt der Kreativen, gibt Inspiration und ist sozialer Schmelztiegel für Menschen aller Nationalitäten. Seit den 2000er Jahren ist die städtebauliche Entwicklung Berlins rasant fortgeschritten. Das bringt eine sich ständig verändernde Lebensrealität für die meisten hier lebenden Menschen mit sich und führt auch zu Problemen wie Gentrifizierung, die Vertreibung aus angestammten Wohnquartieren durch Zuzug von außerhalb. Es erzeugt auch ein Gefühl der Sehnsucht nach Ruhe und Geborgenheit. Alle Facetten spiegeln sich in der Kunst Berlins wider.
Künstlerische Beschäftigungen mit diesen Fragen und Problemen sind vielfältig und entsprechen der Vielfalt der Lebensrealitäten in dieser Stadt, geprägt von Herkunft, Kultur, Religion, Tradition, Bildung und vielem mehr. Der Gegensatz von Verwurzelung und Entwurzelung bildet auch das Spannungsfeld vieler in Berlin lebender Künstlerinnen, geistiges und ästhetisches Hinterfragen von vertraut und fremd, von Individualität und Entindividualisierung des städtisches Umfeldes, privatem und öffentlichem Raum und dem Aufbrechen des privaten Raumes in der heutigen digitalisierten und vernetzten Welt.
Die Ausstellung „GEDOK URBAN – Aspekte Berliner Kunst“ stellt 14 Projekte vor, die sich in Installationen, Fotografie und Video diesem Thema widmen.

Beteiligte Künstlerinnen: Christine Bachmann, Jenny Brockmann, Angela Bröhan, Ines Doleschal, Katja Hammerle, Katja Hochstein, Susanne Piotter, Gertraude Pohl, Ping Qiu, Nicola Rubinstein, Barbara Schnabel, Farkhondeh Shahroudi, Diane Vincent, Jessica Wolfelsperger.

Projektleitung: Dr. Barbara Barsch, Kunsthistorikerin

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Kommunalen Galerie Berlin

Ausstellungsort: Kommunale Galerie Berlin
Hohenzollerndamm 176
10713 Berlin
Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 10 Uhr bis 17 Uhr, Mi. 10 Uhr bis 19 Uhr, So. 11 Uhr bis 17 Uhr
Eintritt frei

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Bilder der Vernissage

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Fotos : Iris Weirich