Ein Vorzug der GEDOK und eine Stärke ist ihre Zusammensetzung aus Mitgliedern aller künstlerischen Sparten. Dieses besondere Profil der GEDOK bildet die Grundlage für die Begegnung und den Austausch der Kunstgattungen, für das Entstehen konkreter künstlerischer Werke im grenz- und spartenübergreifenden Kontext, für interdisziplinäre Projekte.

Angewandte Kunst

Die Angewandte Kunst (AK) umfasst die handwerkliche, maschinelle oder industrielle Herstellung von Gebrauchsgegenständen und Schmuck mit künstlerischem Anspruch. Als Materialien dienen vorwiegend Glas, Holz, Keramik, Metall, Leder und Textilien. Typische Beispiele für diese Kunstgegenstände werden in Museen für Angewandte Kunst gesammelt und ausgestellt.

Zur Angewandten Kunst zählt in der GEDOK auch Design. In Berlin ist die Angewandte Kunst mit der Sparte Bildende Kunst zusammengeschlossen. Künftig wird die GEDOK u.a. zugänglich sein für Architektinnen und Designerinnen, sofern diese ihre künstlerische Befähigung nachweisen und sich einer Aufnahme-Jury stellen wollen.

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Bildende Kunst
Die Künstlerinnen der bildenden Kunst (BK) bilden die größte Sparte der GEDOK. In der BK sind die Disziplinen Bildhauerei, Malerei, Grafik, künstlerische Fotografie, Installation und Video/Neue Medien im weiteren Sinne auch Architektur zusammengefasst.

Besonders in der zeitgenössischen Kunst gibt es viele fließende Übergänge zwischen den Kunstformen, so dass die bildende Kunst oft nicht mehr eindeutig als ein Fachbereich und auch nicht von den anderen Künsten abzugrenzen ist.

Ausstellungen und Projekte werden in der Regel nach Themen aus geschrieben. Ausschlaggebend für die Beteiligung an Ausstellungen und künstlerischen Projekten ist die Auswahl durch eine Jury, die sowohl mit externen Fachleuten als auch mit Vertreterinnen der GEDOK besetzt ist.

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Darstellende Kunst
Diese Gruppe ist die zusammenfassende Bezeichnung für Schauspiel- und Tanzkunst (Sprache, Mimik, Gestik) und deren einzelne Fachbereiche, samt Regie auch in Oper und Musical. Die Darstellende Kunst (DK) war immer eine sehr kleine Gruppe innerhalb der GEDOK. Doch haben ihre Mitglieder manchmal die Geschichte der GEDOK entscheidend mit beeinflusst.

Die bedeutende und weltberühmte Pionierin des Ausdruckstanzes Mary Wigman war Ehrenmitglied.

Literatur
Als Sparte der GEDOK wird unter Literatur (L) vorwiegend die „Schöne Literatur“ verstanden, also Belletristik, Dramen, Lyrik, Romane, Erzählungen und literarische Biographien. Im weiteren Sinn gilt Literatur als der Bereich aller sprachlichen Überlieferung einer Nation.

Im engen Sinn als der Bereich der Werke, die als künstlerische Leistungen Besprechungen verdienen und sich in der „Zeichenhaftigkeit“ deutlich von journalistischen Arbeiten abheben. Lesungen, für Schriftstellerinnen so wichtig wie Ausstellungen für bildende Künstlerinnen, ermöglichen die öffentliche Präsentation von Neuerscheinungen aber auch von unveröffentlichten Texten.

Die Stiftung des GEDOK-Literatur-Preises gehört zu den wichtigsten Initiativen der Jahrzehnte nach der Neugründung. Der Preis wird alle drei Jahre verliehen und würdigt ein literarisches Gesamtwerk. Er ging 1968 an die Lyrikerin Hilde Domin als erste Preisträgerin. Auf ihr Betreiben wurde 1971 ergänzend der GEDOK-Förderpreis für Nachwuchs-Autorinnen eingerichtet.

1998 erhielt Herta Müller den GEDOK-Literaturpreis und den Förderpreis die Berliner Autorin Kathrin Schmidt.

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Musik
Unter Musik (M) als Tonkunst werden üblicherweise Komposition, Werke der Musikliteratur sowie die Aufführung musikalischer Werke zusammengefasst.

Avantgardistische Komponisten verzichten ganz bewusst auf Rhythmus, Harmonie oder Melodie und sprengen so die Grenzen der traditionellen Musik. Entsprechend der Einteilung der Musik durch die GEMA in so genannte E-Musik (Ernste Musik) und U-Musik (Unterhaltungs- und Populär-Musik) legt die GEDOK den Schwerpunkt der Förderung in den Bereich der E-Musik.

Sie unterscheidet zwischen Interpretation bereits vorhandenen Repertoires und zeitgenössischer Komposition durchkomponierter oder frei improvisierter Musik. So sind Komponistinnen, Dirigentinnen, Sängerinnen, Instrumentalistinnen und auch Musikwissenschaftlerinnen in dieser Sparte vertreten.

Der Arbeitsschwerpunkt der Gruppe Musik liegt darin, Komponistinnen durch Aufführungen ihrer Werke in Konzerten zu fördern. Die Vergabe von Kompositionsaufträgen an junge Komponistinnen und die Aufführung dieser Werke sind ein vorrangiges Anliegen, das jedoch mit eingeschränkten Finanzmitteln oft nur schwer zu realisieren ist.

Ein weiterer, wichtiger Schwerpunkt der Berliner GEDOK besteht darin, vergessene oder unbekannte Komponistinnen – meist aus dem 19 Jahrhundert – durch die Aufführungen ihrer Werke einem Publikum wieder oder überhaupt bekannt zu machen.

Konzerte von Porträts international anerkannter Komponistinnen wurden in den letzten Jahren in unterschiedlicher Form aufgeführt, darunter neben Fanny Hensel-Mendelssohn und Clara Schumann-Wieck das Projekt Nadja Boulanger (dokumentiert auf CD).

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